
UNTERNEHMEN
Carbon Drawdown Initiative
BRANCHE
Energie & Versorgungswirtschaft
UNTERNEHMENSGRÖSSE
Kleine und mittelgroße Installation
LAND
Deutschland
UMFANG
4 Felder in Europa, Hunderte von unterirdisch verlegten Sensoren, LoRaWAN
Die Carbon Drawdown Initiative ist eine deutsche Forschungsorganisation, die sich auf negative Emissionen konzentriert: die Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre und dessen langfristige Speicherung. Im Rahmen ihres Vorzeigeprojekts „Carbdown“ werden gemahlener Basalt und Olivin auf Ackerflächen ausgebracht, wo das Gesteinsmehl mit dem CO₂ im Boden reagiert. Die natürliche Verwitterung dauert Tausende von Jahren; das Projekt untersucht Methoden, um diesen Prozess im landwirtschaftlichen Maßstab zu beschleunigen.
Um nachzuweisen, dass ein Feld Kohlenstoff bindet, und um Landwirten CO₂-Entfernungszertifikate auszustellen, ist ein präzises und kontinuierliches Monitoring über viele Felder hinweg erforderlich. Manuelle Laborverfahren lassen sich nicht skalieren.
PRTG Hosted Monitor erfasst alle zwanzig Minuten Daten von Hunderten von Sensoren, die an vier europäischen Standorten im Freiland verteilt sind. Middleware decodiert die LoRaWAN-Datenströme und leitet sie an PRTG weiter. Boden- und Wetterwerte werden in einem Dashboard zusammengefasst: pH-Wert, Leitfähigkeit, Feuchtigkeit, Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Sonneneinstrahlung und Luftdruck.
Die Daten können jederzeit exportiert werden, einschließlich vollständiger historischer Aufzeichnungen, um sie gemeinsam mit Laborergebnissen zu analysieren.
Die Wahl fiel auf PRTG Hosted Monitor, da die anderen Messsysteme cloudbasiert sind und somit eine nahtlose Integration ermöglichen. Täglich werden etwa 40.000 Datenpunkte erfasst. Ein automatisiertes Monitoring ist der einzige gangbare Weg, um das Projekt in Zukunft auf Hunderte oder Tausende von Feldern auszuweiten.
PRTG Hosted Monitor verschafft uns einen guten Überblick über die Reaktionen und Reaktionsprodukte im Boden. Dies gelingt durch die Darstellung der Boden- und Witterungswerte aus direkt angeschlossenen Sensoren, aus anderen Messsystemen und im Labor erfassten Daten. Auch erste Learnings konnten aus diesem Datenpool bereits abgeleitet werden: Die größte Herausforderung beim Messen der Verwitterung – die sich in einem Labor einfach nachweisen lässt – ist im freien Außenbereich die hohe Variabilität der Natur und der Umwelteinflüsse.


