Webinterface
Mit dem AJAX-basierten Interface, das im Webbrowser läuft, konfigurieren Sie die Geräte und Sensoren usw. Außerdem können Sie hier die Überwachungsergebnisse einsehen. Das Webinterface ist in hohem Maße interaktiv und verwendet AJAX ("Asynchronous Javascript and XML") für eine mächtige und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche. Während ein Benutzer eingeloggt ist, werden die Daten auf dem Bildschirm beständig aktualisiert (über AJAX-Aufrufe), damit Sie immer die aktuellen Überwachungsergebnisse sehen (Aktualisierungsintervall und -methode können vom Benutzer eingestellt werden).
Login
Anmeldename und Kennwort sind in der Standardeinstellung jeweils "prtgadmin" (ohne die Anführungszeichen). Sie können den Anmeldenamen und das Kennwort jederzeit im PRTG Server Administrator ändern.
Die Weboberfläche
Nachdem Sie sich an der Weboberfläche (im Folgenden immer "Webinterface" genannt) angemeldet haben, sehen Sie als Standardeinstellung die Willkommensseite von PRTG. Diese Seite unterstützt Sie dabei manuell Sensoren hinzuzufügen, eine automatische Netzwerksuche durchzuführen, Ergebnisse anzusehen, die Windows-GUI oder iPhone-Applikationen herunterzuladen und weitere Hilfe und Unterstützung anzufordern.

Klicken Sie auf "Ergebnisse ansehen", um die baumähnliche Geräte-Struktur aufzurufen, die der Ausgangspunkt für Ihre tägliche Arbeit mit PRTG sein wird. Sehen Sie sich bitte den Screenshot dieser Geräte-Ansicht im PRTG-Webinterface an:

Das Layout besteht aus der Statusleiste ganz oben, der Kopfzeile mit dem Hauptmenü und der Suchfunktion darunter und schließlich dem Inhalt der Hauptseite (all diese Elemente werden im nächsten Abschnitt beschrieben).
Wenn Sie durch das Webinterface des PRTG navigieren, werden Sie immer einen der folgenden fünf Navigationspfade verwenden:
- Über das Hauptmenü gelangen Sie zu allen wichtigen Bestandteilen der Software.
- Die Suchfunktion ist oft der schnellste Weg, um zu einem Objekt zu gelangen.
- Über die Reiter (Tabs, Registerkarten) jeder Seite können Sie zwischen den diversen untergeordneten Seiten eines Objektes hin- und herwechseln.
- Viele Objekte verfügen über ein Kontextmenü, welches Sie mit einem Rechtsklick öffnen.
- Natürlich können Sie auch die Objekthierarchie nachverfolgen, indem Sie bei einem gerade angezeigten Objekt einfach auf ein Unterobjekt klicken (z.B. auf einen Sensor auf der Geräte-Seite).
Mit Hilfe dieser fünf Navigationspfade eröffnet sich Ihnen die komplette Funktionsweise des PRTG im Handumdrehen. Wahrscheinlich kennen Sie diese Art der Bedienung bereits von zahlreichen anderen Webseiten und web-basierten Benutzeroberflächen.
Sehen wir uns die einzelnen Bestandteile des PRTG-Webinterfaces einmal genauer an:
Globale Statusleiste und Sensorfarben
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Diese Leiste erscheint immer am oberen Rand jeder Seite. Alle von Ihnen für die Überwachung konfigurierten Sensoren werden hier zusammengefasst angezeigt. Abhängig vom Zustand der einzelnen Sensoren sehen Sie farbige Kästchen mit Nummern, die für die Sensoren stehen (im Screenshot oben sind 23 Sensoren roten, 3 sind gelb, 95 Sensoren sind grün, 129 Sensoren zeigen blau an und 40 Sensoren orange).
Die Farbe eines Sensors zeigt immer seinen momentanen Zustand an:
Sensorstatus |
Bedeutung |
|
|
Rot |
Fehler |
|
Rot (bestätigt) |
Fehler - dieser Status ist zusätzlich bestätigt |
|
Gelb |
Warnung |
|
Grün |
OK |
|
Blau |
Pausiert |
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Orange |
Ungewöhnlich |
|
Schwarz |
Unbekannt (Sensor wurde noch nicht überprüft) |
Status "Ungewöhnlich": Wenn Sie die entsprechende Einstellung für einen Sensor oder eine ganze Gruppe aktivieren, wird ein Sensor in den Zustand "ungewöhnlich" gesetzt, wenn seine momentan gemessenen Werte von denen in der Vergangenheit stärker als erwartet abweichen.
Die vier Graphen in der globalen Statusleiste zeigen die Anzahl der Alarme an sowie drei sog. "Index"-Graphen für Antwortzeit, Prozessorlast und Datenverkehr der letzten 24 Stunden. Diese Index-Graphen könnte man mit Börsenanzeigen vergleichen. Die angezeigten Werte werden anhand der Messungen aller Sensoren, Gruppen oder Geräte ermittelt, und zwar durch statistische Berechnungen und Abgleich der Werte mit den höchsten bzw. niedrigsten jemals aufgezeichneten Werten. Beispielsweise bedeutet ein Prozessorlast Index-Wert von 90 %, dass die durchschnittliche CPU-Auslastung aller CPU-Sensoren Ihrer aktuellen Konfiguration bei 90 % des höchsten jemals gemessenen CPU-Auslastungswertes liegt.
Webseiten-Kopfleiste, Suchfunktion und Hauptmenü
![]()
Mit Hilfe des Hauptmenüs steuert man durch die Webinterface. Nehmen Sie sich bitte einige Minuten Zeit, um sich mit allen Menüpunkten und Untermenüpunkten vertraut zu machen. Der Menüpunkt "Alarme" erscheint rot unterlegt, sobald es einen Alarm gibt. "Meldungen" und "Aufgaben" erscheinen blau unterlegt, wenn neue Nachrichten oder Aufgaben verfügbar sind. Um ein bestimmtes überwachtes Objekt zu finden, genügt es, einen Teil des Namens, eine IP-Adresse, einen DNS-Namen oder eine Kennung in die Suchfunktion einzugeben und dann die Eingabetaste zu drücken. Alle Einträge, die mit dem Suchbegriff übereinstimmen, erscheinen auf einer Webseite, sogar mit Artikeln aus der Online-Hilfe.
Kopfzeile und Reiter

Der individuelle Seiteninhalt beginnt unterhalb der Webseiten-Kopfleiste. Abhängig vom Inhalt der Seite sehen Sie ein Menü und ein paar Links rechts oben. Die kleinen Pfadverweise unterhalb des Hauptmenüs weisen jeweils den Weg zurück zur Homepage. Die gelben Boxen zeigen zu jeder Seite passende Hilfetexte ein, die Sie mit einem Klick auf das kleine "x" rechts oben ausblenden können.
Viele Seiten sind in sog. Reitern (Tabs, Registerkarten) eingeteilt. Mit Hilfe dieser Reiter gelangen Sie zu diversen Untermenüs eines Objektes:
Reiter |
Beschreibung |
"Übersicht" |
Alle überwachten Objekte verfügen über diesen Reiter, um einen schnellen Überblick über Parameter und Status zu gewinnen. |
"Live-Daten", "2 Tage", "30 Tage", "365 Tage" |
Diese drei oder vier Reiter zeigen Verlaufsgraphen und Datentabellen einer Gruppe, eines Geräts oder eines Sensors an (wobei Live-Daten nur für Sensoren verfügbar sind). |
"Aufgezeichnete Daten" |
Mit dieser Funktion können Sie Überwachungsdaten eines Sensor für eine bestimmte Zeitspanne ansehen oder herunterladen. Siehe unten für weitere Informationen ("Aufgezeichnete Daten anzeigen"). |
"Alarme" und "Meldungen" |
Eine Liste aktueller Alarme und Meldungen zu einem Objekt (und seiner untergeordneten Objekte) wird hier angezeigt. |
"Einstellungen" und "Benachrichtigungen" |
Hier können Sie die Einstellungen und Benachrichtigungen für ein Objekt bearbeiten. Die verfügbaren Einstellungen hängen von der Art des Objektes ab, das Sie gerade bearbeiten. |
"Kanäle" |
Dieser Reiter ist nur für Sensoren verfügbar. Jeder Sensor hat einen oder mehrere Kanäle, für die er Daten speichert. In diesem Reiter können Sie einstellen, wie die Werte aus den Kanälen verarbeitet werden sollen. Siehe Abschnitt Sensor- und Kanaleinstellungen bearbeiten für weitere Informationen. |
"Anmerkungen" |
Hier können Bemerkungen eingetragen werden. |
"Historie" |
Hier wird der komplette Verlauf eines Objekts festgehalten (wer hat es angelegt, bearbeitet etc.). |
Dies sind die häufigsten Reiter. Beachten Sie bitte, dass Sie bei anderen Objekten auch andere Reiter sehen werden.
Wenn Sie in einem Reiter Änderungen durchführen, schließen Sie diese bitte mit einem Klick auf die "Speichern"-Schaltfläche ab um Ihre Änderungen zu sichern. Wenn Sie den Reiter wechseln, ohne zu speichern, werden Ihre Änderungen verworfen.
Übersichtsseite für Gruppen, Geräte und Sensoren
Sehen Sie sich bitte folgende drei Screenshots an. Sie zeigen jeweils den Reiter "Übersicht" einer Gruppe, eines Gerätes und eines Sensors:

Sie können erkennen, dass allen dreien der gleiche Aufbau zu Grunde liegt:
- Links oben befinden sich der Objektname, die Grundeinstellungen und der Sensorstatus.
- Darunter befindet sich eine Liste mit untergeordneten, abhängigen Objekten (Geräte einer Gruppe, Sensoren für ein Gerät, Kanäle für einen Sensor).
- Rechts im Bild zeigen drei oder vier Graphen den jüngsten Verlauf an. Um einen Graphen zu vergrößern, klicken Sie ihn einfach an (oder wählen Sie den entsprechenden Reiter aus).
Bei den Sensoren sehen Sie vier Graphen, die alle "Kanäle" des Sensors für die letzten 2, 30 und 365 Tage sowie Live-Graphen anzeigen. Bei Gruppen und Geräten gibt es drei Graphen, welche Alarme, Prozessorlast-Index und Antwortzeit-Index für die letzten 2, 30 und 365 Tage anzeigen. Wie die Berechnung dieser Kurven funktioniert steht in der Paessler Knowledge Base (in englischer Sprache): http://www.paessler.com/support/kb/prtg7/how_prtg_computes_index_graphs
Anmerkung: Die Zeitrahmen können Sie im PRTG Server Administrator ändern (Reiter "Speicherverbrauch").
Die Alarmbox
Immer, wenn ein neues Ereignis eintritt und Sie im Webinterface des PRTG Network Monitor eingeloggt sind, erscheint in der rechten unteren Ecke Ihres Browserfensters ein Kästchen mit Alarmen und Meldungen:

Behalten Sie diese wichtigen Meldungen bitte im Auge, die PRTG Ihnen schickt, wenn Veränderungen im Netz festgestellt werden oder Ihre Aufmerksamkeit anderweitig benötigt wird. Klicken Sie einfach den Text im farbig hinterlegten Balken an, um zu der jeweiligen Seite mit genaueren Informationen zu gelangen oder klicken Sie auf ein "x" um den Alarm oder die Meldung zu verstecken. In den Kontoeinstellungen können Sie festlegen, bei welchen Vorkommnissen jeweils ein Alarmkästchen erscheinen soll. Dort können Sie diese Funktion auch deaktivieren.
Kontextmenüs
Kontextmenüs mögen zwar bei einem webbasierten Programm etwas ungewöhnlich sein, sie sind jedoch der Schlüssel für den einfachen Umgang mit dem Interface. Fast alle Objekte, die als Links auf den Interface-Webseiten erscheinen, entfalten bei einem Rechtklick ein Kontextmenü. Über dieses erreichen Sie zu jedem Objekte alle wichtigen Funktionen. Hier sind drei Beispielmenüs dargestellt (für eine Gruppe, ein Gerät und einen Sensor).

Anmerkung: Wenn Sie das Kontextmenü des Browser öffnen wollen, halten Sie sie "Strg"-Taste beim Rechtsklick gedrückt.
Arbeiten mit Listen und Mehrfachauswahlen
Im gesamten Webinterface werden Ihnen immer wieder Listen von Objekten begegnen, z.B. Sensoren, Geräte, Maps, Berichte etc. Jede dieser Listen können Sie auf die gleiche Weise bedienen. Hier zwei Beispiellisten (Sensoren und Meldungen):


Folgende Funktionen sind für diese Listen verfügbar:
Funktion |
Anzeige |
Beschreibung |
Blättern |
|
Benutzen Sie die kleinen dreieckigen Symbole am oberen oder unteren Ende einer Liste, um eine Liste Seite für Seite durchzublättern. |
Sortieren |
|
Sie können eine Liste umsortieren, indem Sie die Kopfleiste der Spalte anklicken, die Sie als Sortierungsindex verwenden möchten. |
Datumsbereich |
|
Wenn Sie Liste mit Meldungen überprüfen, klicken Sie "Zeitbereich", um die gewünschte Datenspanne zu erhalten. |
Zeilenzahl |
|
In einigen Listen können Sie die Anzahl der Einträge in der Liste durch das Anklicken von "Zeilenzahl" ändern. |
Neues Fenster |
|
Öffnet die Tabelle in einem neuen Fenster. |
XML anzeigen |
|
Zeigt die Liste als XML an (wahrscheinlich startet Ihr Browser den Download einer XML-Datei). |
Zusätzlich haben einigen Listen Spalten mit Checkbox-Kästchen, in die Sie per Mausklick ein Häkchen setzen können. Diese Auswahlfelder werden verwendet, um einen oder mehrere Listeneinträge auszuwählen und sie anschließend gemeinsam zu bearbeiten. Sobald Sie ein Häkchen setzen, erscheint ein grünes Zusatzmenü:

Abhängig vom Objekttyp werden hier unterschiedliche Funktionen angezeigt. Einige häufig verwendete Funktionen sind als Schnellauswahl-Icon verfügbar, andere Funktionen rufen Sie über das Drop-Down-Menü auf:

Aufgezeichnete Daten anzeigen
Zusätzlich zu ausführlichen Berichten, die auch zur regelmäßigen Ausführung geplant werden können (siehe Abschnitt Berichte), können Sie auch - auf Abruf - einen Bericht der aufgezeichneten Daten jedes einzelnen Sensors anzeigen lassen. Zusätzlich können Sie diese Daten auch exportieren und zur Weiterverarbeitung in anderen Programmen herunterladen. Um zu den Berichten der aufgezeichneten Daten zu gelangen, wählen Sie einen Sensor aus, führen Sie einen Rechtsklick darauf aus und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Details..." aus. In der Detailansicht des Sensors klicken Sie dann auf den Reiter "Aufgezeichnete Daten", um mit der Berichterstellung zu beginnen.
Sie können zwischen den folgenden Optionen wählen:
- Anfang: Wählen Sie ein Anfangsdatum und eine Anfangsuhrzeit aus für die Daten, über die Sie einen Bericht erstellen möchten.
- Ende: Wählen Sie ein Enddatum und eine Enduhrzeit aus für die Daten, über die Sie einen Bericht erstellen möchten.
- Durchschnittsintervall: Mit dieser Option können Sie eine Durchschnittswertberechnung einstellen. Wählen Sie ein Intervall aus, über dem der Durchschnittswert gebildet werden soll. Sie können wählen zwischen "Kein Intervall" (in diesem Fall wird keine Durchschnittsberechnung durchgeführt), einigen Sekunden, Minuten, Stunden oder einem ganzen Tag. Ein kleineres Intervall erzeugt einen detaillierteren Bericht für diesen Sensor. Die besten Einstellungen hängen vom Abtastintervall des Sensors ab, vom eingestellten Zeitabschnitt und natürlich davon, was Sie mit dem Bericht bezwecken möchten. Es könnte sinnvoll sein, einige Einstellungen auszuprobieren, um zu sehen, wie sich diese im Bericht auswirken.
- Dateiformat: Dies ist das Ausgabeformat des Berichtes. Sie können wählen zwischen HTML-Webseite, XML-Datei und CSV-Datei (z.B. für den Import in Microsoft Excel).
- Perzentil-Ergebnisse: Aktivieren Sie diese Option um Ihrem Bericht Perzentil-Werte hinzuzufügen. Siehe Abschnitt Perzentil-Berechnungen für weitere Informationen.
Klicken Sie auf "Start", um einen Bericht über aufgezeichnete Daten zu erstellen. Bitte beachten Sie: Je nachdem, welches Dateiformat Sie gewählt haben, wird sich entweder ein neues Browserfenster oder -tab öffnen und eine HTML-Webseite anzeigen, oder der Browser wird den Download einer XML- oder CSV-Datei starten. Wenn Sie zuvor schon einen Bericht als HTML-Webseite erzeugt haben und dieser Bericht noch geöffnet ist, während Sie einen neuen HTML-Bericht erzeugen, wird kein neues Browserfenster oder -tab geöffnet, sondern die bereits geöffnete Webseite wird aktualisiert und zeigt den neuesten Bericht.
Während der Berichterstellung verbraucht PRTG möglicherweise viel RAM-Speicher (dies hängt ab von dem durchschnittlichen Intervall und dem Zeitraum für den Bericht). Um eine Überlastung Ihres Systems zu verhindern und die Stabilität zu gewährleisten, beschränkt PRTG automatisch das mögliche Mindestintervall, und zwar abhängig von der eingestellten Zeitspanne für den Bericht (Sie stellen diese durch Start- und Enddatum ein):
Intervalleinstellung |
Maximaler Zeitrahmen im Bericht über aufgezeichnete Daten |
Rohdaten anzeigen (jeder einzelne Überwachungswert) |
Bis zu 24 Stunden/1 Tag |
Durchschnittsintervalle zwischen 1 und 60 Minuten |
Bis zu 24 Stunden/1 Tag |
Durchschnittsintervalle zwischen 60 and 1440 Minuten |
Bis zu 30 Tage |
Durchschnittsintervalle ab einem Tag |
Bis zu 365 Tage/1 Jahr |