Der Einsatz von SQL Server Sensoren gestattet Ihnen die Überwachung der am häufigsten verwendeten SQL Server: MySQL, Microsoft SQL und Oracle SQL. Die Sensoren überwachen, ob der Datenbank-Server

  • A: Verbindungen akzeptiert und
  • B: Anfragen verarbeitet und
  • C: ein erwartetes Ergebnis liefert, wenn Sie ein benutzerdefiniertes SQL-Kommando ausführen.

PRTG unterstützt direkt die Überwachung der folgenden SQL-Server:

  • Microsoft SQL-Server: Überprüft Microsoft SQL Serververbindungen.
  • MySQL-Server: Überprüft MySQL Serververbindungen.
  • Oracle SQL-Server: Überprüft Oracle-SQL Serververbindungen.

Allgemeine Schritte zur Einrichtung

  • Identifizieren Sie die IP-Adresse oder den DNS-Namen Ihres Datenbank-Servers.
  • Erstellen Sie in PRTG Network Monitor ein neues Gerät. Sie können dies über das Kontextmenü einer Gruppe tun. Wenn Sie bereits ein geeignetes Gerät angelegt haben, können Sie diesen Schritt überspringen.
  • Suchen Sie auf der Konfigurationsseite dieses Geräte-Objektes nach dem Feld "DNS-Name". Geben Sie die IP-Adresse oder den DNS-Namen aus dem ersten Schritt ein. Wenn Sie bereits ein geeignetes Gerät angelegt haben, können Sie diesen Schritt überspringen.
  • Öffnen Sie das Kontextmenü des Geräte-Objektes (siehe oben) und wählen Sie "Sensor hinzufügen...".
  • Wählen Sie den geeigneten SQL-Sensortyp aus (Microsoft SQL, Oracle SQL, MySQL) und klicken Sie auf "Weiter".

Grundeinstellungen für alle SQL-Sensoren

Die Konfiguration des Sensors besteht aus zwei Schritten:

  • Einstellungen vornehmen, die für die Verbindung relevant sind. Dies ist zwangsläufig notwendig, um einen funktionierenden Sensor zu erhalten.
  • Optional können Sie einen SQL-Ausdruck einstellen, den der Sensor über die vorhandene Verbindung zum Datenbank-Server sendet.

Die folgenden Felder sind für alle Sensoren vorhanden (es gibt weitere Felder, die nur bei bestimmten SQL-Sensortypen vorkommen - siehe unten):

  • Datenbank: In dieses Feld kann der Name der Datenbank oder deren Pfad eingetragen werden, um an die Informationen der Datenbank zu gelangen. Bitte verwechseln Sie das nicht mit dem Namen des Datenbank-Servers (dieser kann in PRTG in den Einstellungen des zugehörigen "Gerätes" eingestellt werden).
  • Benutzer/Kennwort: Bitte geben Sie die Zugangsdaten für den SQL-Server ein.
  • SQL-Ausdruck: Geben Sie einen SQL-Ausdruck ein, um Datenbankobjekte abzufragen oder zu verändern, z.B. Tables, Views, Roles. Wenn ein "Cursor" (mit Zeilenwechseln) zurückgegeben wird (d.h. mit einem SELECT-Ausdruck), wird nur die erste Zeile erfasst.
  • Ergebnistabelle: Markieren Sie das Auswahlfeld mit einem Häkchen, wenn Ihr SQL-Ausdruck eine "Ergebnistabelle" zurückliefert. Der Wert der ersten Spalte in der ersten Reihe der Ergebnistabelle wird dann als Rückgabewert der Überwachungsanfrage verwendet (d.h. dieser wird mit den Schwellenwerten verglichen). Andernfalls wird die Anzahl der zurückgegebenen Zeilen als Rückgabewert einer Überwachungsanfrage verwendet. Dies ist normalerweise sinnvoll in Kombination mit einem SQL-Ausdruck zur Datenmodifikation, wie z.B. DELETE. Anmerkung: Die Ergebnistabelle muss vom Typ "Integer" sein.

Anmerkungen zu Microsoft SQL-Sensoren

  • Unterstützt werden SQL Server 2008, SQL Server 2005 (inkl. SQL Server Express/Server Compact Editionen), SQL Server 2000, SQL Server 7 und MSDE (benötigt wird OLE DB auf demjenigen Rechner, auf dem die PRTG-Sonde installiert ist, die auf den Server zugreift).
  • Instanz: Hier geben Sie den Instanznamen ein, falls Sie mit einer "benannten Instanz" verbunden werden möchten. Andernfalls sollte dieses Feld frei bleiben. Bitte beachten: Manchmal sehen Sie Verbindungsnamen wie  SQLSERVER\SQLINSTANCE bei Datenbank-Clients. Beim ersten Teil handelt es sich um den Servernamen, der unter den allgemeinen Servereinstellungen konfiguriert wurde. Der zweite Teil bezieht sich auf den Instanznamen, der oben erwähnt wurde. Geben Sie niemals diese komplette Zeichenfolge in dieses PRTG-Feld ein, sondern immer nur den hinteren Teil (ohne den Backslash).
  • Port: Wenn Ihr SQL-Server seine Instanz auf einem anderen statischen Port als 1433 laufen lässt, können Sie hier die Portnummer einstellen. Wählen Sie "Manuell" und ändern Sie die Portnummer.
  • Authentication: Wenn Sie einen Microsoft SQL-Server verwenden, können Sie die Windows-Authentisierung auswählen, wenn sich der Computer, auf dem die Sonde läuft und der Microsoft SQL-Server in der gleichen Domäne befinden. Sie können die Einstellungen für Windows-Systeme in den Einstellungen zu dem Gerät ändern, auf dem Sie den Sensor anlegen. Standardmäßig werden diese Einstellungen von der Root-Gruppe übernommen, es sei denn, Sie haben etwas anderes eingestellt (siehe Überprüfen der Einstellungen der Hauptgruppe ("Root") für mehr Informationen).

Für weitere Tipps zur Konfiguration, siehe Paessler Knowledge Base Artikel (in englischer Sprache):
http://www.paessler.com/knowledgebase/en/topic/1063

Anmerkungen zu Oracle SQL-Sensoren

  • Unterstützt werden Oracle Server 11g, 10g, 9i, 8i, 8.0, and 7.3, inkl. Oracle 10g Express und Oracle 8i Personal and Lite Editionen (benötigt Standard TCP-Porteinstellung 1521).
  • Verbindungen werden über direkte TCP/IP-Kommunikation hergestellt (SQL-Net). Anmerkung: OCI wird nicht mehr unterstützt.
  • Port: Sie müssen in diesem Feld einen TCP/IP-Port für die Verbindung eingeben. Normalerweise stimmt die Standardeinstellung 1521.

Anmerkungen zu MySQL Sensoren

  • Unterstützt werden MySQL-Server 5.1, 5.0, 4.1, 4.0 and 3.23.
  • Anmerkung: Für diesen Sensortyp kann keine Portnummer eingegeben werden.
  • Die 'Datenbank' Einstellung ist eine logische Instanz auf dem Datenbankserver, in der Datenbankobjekte wie z.B. Tabellen oder gespeicherte Prozeduren existieren. Im Falle des mySQL-Servers verweist diese Einstellung auch auf eine physikalische Ordnerstruktur, in der Ihre Datenbankobjekte gespeichert werden. Geben Sie den entsprechenden String ein. Dieser ist derselbe, den Sie auch mit dem mysql.exe Admin Tool (Kommandozeilenparameter -p) oder nach dem Login mit mysql.exe im Zusammenhang mit dem Kommando 'use' verwenden.


Copyright © 1998 - 2012 Paessler AG