Mailserver-Sensoren
Mit dem Einsatz von Sensoren für Mail Server können Sie sicherstellen, dass Ihre Mail Syteme korrekt arbeiten.
Sensoren für Standard E-Mail
- SMTP: Überwacht die Verfügbarkeit von SMTP-basierten E-Mail-Servern (Simple Mail Transfer Protocol).
- POP3: Überwacht die Verfügbarkeit von POP3-basierten E-Mail-Servern (Post Office Protocol V3).
- IMAP: Überwacht die Verfügbarkeit von IMAP-basierten E-Mail-Servern (Internet Message Access Protocol).
- Exchange 2003: Überwacht Microsoft Exchange Server 2003.
- Exchange 2007: Überwacht Microsoft Exchange Server 2007.
Sensoren für E-Mail-Übermittlung
Sensoren für E-Mail-Übermittlung stellen die durchgehende Zustellung von E-Mail sicher und ermöglichen die Überwachung der Verfügbarkeit und Durchführung kompletter E-Mail-Zustellungsprozesse. Hierfür stehen zwei Sensoren zur Verfügung:
- Sensor für SMTP&POP3-Übermittlung
- Sensor für SMTP&IMAP-Übermittlung
Bei beiden wird eine E-Mail zunächst mit SMTP an einen Mail Server versandt. Anschließend wird das Empfänger-E-Mail-Konto mit Hilfe von POP3 oder IMAP beobachtet, bis diese E-Mail eintrifft. Die Testmail enthält in der Betreffzeile einen eindeutigen Code, um diese Mail zu identifizieren (z.B. "PRTG7 Roundtrip Mail: {6D136420-5A3E-46CF-871A-1DAF0C4F3D5D}").
Wenn PRTG in diesem E-Mail-Übermittlungszyklus eine Nachricht erfolgreich empfangen hat, markiert es diese E-Mail auf dem Mailserver "zur Löschung". Normalerweise wird ein Mailserver die Nachricht dann löschen. Wir empfehlen Ihnen allerdings, für die Sensoren für E-Mail-Übermittlung eigene E-Mail-Postfächer zu verwenden.
Im Graph sehen Sie eine Beispielkonfiguration:
- Schritt 1: PRTG sendet über das SMTP-Protokoll eine E-Mail an einen Mailserver (wie ein E-Mail-Programm).
- Schritt 2: Der SMTP-Server stellt die E-Mail an einen POP3/IMAP-Server zu (welcher entweder ausgelagert sein kann, im lokalen LAN oder auch auf dem gleichen Server).
- Schritt 3: Alle paar Sekunden fragt PRTG den POP3/IMAP-Server nach neuen E-Mails ab, bis die Testmail angekommen ist.
Empfohlene Konfiguration
Hier ein einfaches Konzept zur Überprüfung des Zustellungsprozesses im Posteingang/Postausgang Ihrer Firma:
- Erstellen Sie für diesen Test ein eigenes E-Mail-Konto in Ihrem E-Mail-System.
- Erstellen Sie ein externes E-Mail-Konto (externer Mailserver, Freemailer etc.) und konfigurieren Sie es so, dass es alle E-Mails an das eigene Konto in Ihrer Firma zurücksendet (welches Sie in Schritt 1 angelegt haben).
- Erstellen Sie einen PRTG-Sensor zur E-Mail-Übermittlung, welcher unter Nutzung Ihres LAN-Mailservers eine E-Mail an das externe Konto (welches Sie in Schritt 2 angelegt haben) schickt und überprüfen Sie den Posteingang im E-Mail-Konto Ihres Mailsystems (welches Sie in Schritt 1 angelegt haben) auf den Eingang der Mail hin.
Mit dieser Technik überprüfen Sie vielerlei Aspekte Ihrer Mailserver-Konfiguration. Solange der Sensor grünes Licht, also korrekte Funktionsweise anzeigt, bedeutet dies:
- Ihr E-Mail-Server akzepiert E-Mails via SMTP.
- E-Mails können korrekt nach außen versandt werden (Internetverbindung funktioniert, MX lookups funktionieren etc.).
- E-Mails von externen Mailservern können Ihnen korrekt zugestellt werden (dies beinhaltet gleichzeitig, dass z.B. die MX-Records für Ihre Domain richtig sind, Ihr Mailserver von außerhalb erreichbar ist, die etwaigen Filterfunktionen für Ihre Mails funktionieren etc.).
- E-Mails können mit Hilfe von POP3 (oder IMAP) abgeholt werden.
Zusammenfassung
Diese beiden Sensortypen eignen sich hervorragend zur Überprüfung eines fehlerfreien Ablaufs Ihres E-Mail-Verkehrs. Im Vergleich zu den Standard SMTP-, POP3- und IMAP-Sensoren - welche ausschließlich die Verfügbarkeit dieser Dienste überwachen - überwachen die Sensoren zur Übermittlung darüber hinaus den gesamten E-Mail-Zustellungsprozess - vom Versand an den ersten E-Mail-Server bis hin zur Auslieferung an den letzten POP3/IMAP Server.