Benutzerdefinierte Sensoren gestatten Ihnen eine weit über das übliche Maß an Überwachungsaufgaben hinausgehende Verwendung. Neben eigens auf Ihren Bedarf zugeschnittenen Versionen von SNMP, Sniffer und NetFlow Sensoren können Sie eigene Sensoren auch mit Hilfe von WQL (WMI Query Language) und dem Erstellen einer EXE-Datei (unter Verwendung jedes Windows Software Entwicklungswerkzeugs) anlegen.

PRTG unterstützt vier Benutzerdefinierte Sensortypen:

  • SNMP (Benutzerdef.): Überwacht eine spezielle OID (Sie müssen für diesen Sensor eine OID zur Verfügung stellen). Siehe SNMP Sensoren.
  • SNMP-Zeichenfolge: Überwacht eine Zeichenfolge, die von einer spezifischen OID zurückgeliefert wird.
  • WMI (Benutzerdef.): Führt eine Benutzerdefinierte WMI Anfrage in WQL (WMI Query Language) aus. Siehe Windows-Systeme (WMI) Sensoren.
  • Programm/Skript: Lässt ein Programm (EXE, DLL) oder ein Skript/eine Stapelverareitungsdatei laufen.
  • Packet Sniffer (Benutzerdef.): Weist Datenpakete unter Berücksichtigung benutzerdefinierter Regeln aus. Siehe Packet Sniffer Sensoren.
  • NetFlow V5 und V9 (Benutzerdef.): Vom Benutzer konfigurierbare Versionen des NetFlow Sensors. Siehe xFlow (NetFlow und SFlow) Sensoren.

Benutzerdefinierte EXE/DLL/BAT/CMD/VBS/PowerShell und WQL Sensoren

Sie müssen den Sensor als Datei erstellen und in einem speziellen Ordner in dem System ablegen, auf dem die PRTG Sonde läuft (d.h. wenn Sie externe Sonden verwenden, muss die Datei in das externe System kopiert werden!)

  • Legen Sie ausführbare Dateien (.EXE, .DLL), Stapelverarbeitungsdateien (.CMD, .BAT), VBS Skripte (.VBS), oder PowerShell Skripte (.PS1) in den Unterordner "PRTG Network Monitor\Custom Sensors\EXE" ab.
  • Legen Sie WQL-Skripte (.WQL) in den Unterordner "PRTG Network Monitor\Custom Sensors\WMI WQL scripts" ab.

Zu Demonstrationszwecken befinden sich in diesen Ordnern auch einige Beispielsensoren. Sobald eine Datei in den oben erwähnten Ordnern abgelegt wurde, können Sie damit einen Programm/Skript-Sensor oder benutzerdefinierten WMI-Sensor erstellen oder bearbeiten und die neue Datei aus der Dateiliste auswählen.

Bei einer lokalen Sonde wird die Datei auf dem lokalen PRTG-Server-System ausgeführt. Bei externen Sonden wird die Datei jedoch auf dem entfernten System ausgeführt. Wenn also Ihr benutzerdefinierter Sensor-Programmcode weitere Dateien benötigt (z.B. DLLs, .NET framework, Windows PowerShell etc.), dann müssen Sie diese Dateien manuell auf das System mit der externen Sonde kopieren/installieren! Die Sonde (entweder die lokale oder entfernte Sonde) wird die Datei auf dem System unter dem gleichen Benutzerkonto ausführen, unter dem auch der "PRTG 7 Probe Service" läuft (das lokale "System" Konto ist voreingestellt). Sie können das Konto, unter dem dieser Dienst ausgeführt wird, in der Windows Computer-Management-Console ändern ("Dienste").

Siehe Interface-Definition für benutzerdefinierte EXE- und DLL-Sensoren für eine genauere Dokumentation.

Im Feld "Parameter" können Sie folgende Platzhalter verwenden:

  • "%host": Geräte-IP/DNS.
  • "%device": Gerätename.
  • "%probe": Sondenname.
  • "%name": Sensorname.

Bitte achten Sie darauf, die Platzhalter in Anführungszeichen zu setzen. Nur so funktionieren sie auch dann richtig, wenn deren Werte Leerzeichen enthalten.

Anmerkungen

  • Stellen Sie bei PowerShell-Skripten sicher, dass diese entweder durch Signieren der Dateien ausgeführt werden können oder indem Sie die Sicherheitseinstellungen für Powershell.exe entsprechend ändern.
  • Das API-Interface für Programm/Skript-Sensoren ist mit den Custom EXE Sensoren von IPCheck Server Monitor 5 kompatibel.
  • Wenn Sie nach einem Sensor suchen, der mit Skripten auf einem entfernen Webserver arbeitet, dann konsultieren Sie bitte die Dokumentation zum "HTTP (Inhalt) Sensor" (Abschnitt Webserver (HTTP, HTTPS) Sensoren) and auch die Paessler Knowledge Base unter http://www.paessler.com/kb ("HTTP Content sensor").


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