Erstellen von Geräten und Sensoren mit Hilfe der Automatischen Netzwerksuche
Die Funktion "Automatische Netzwerksuche" (engl. "Auto-Discovery") von PRTG stellt ein äußerst wirkungsvolles Werkzeug dar, mit dessen Hilfe ein ausgeklügelter und präziser Aufbau von Sensoren für Ihr gesamtes Netzwerk erstellt werden kann. Sie eignet sich hauptsächlich für die Suche in LANs, da sie sehr stark auf der Funktionsweise von SNMP und WMI beruht.
Sie finden ein Video zu diesem Thema unter http://www.paessler.com/support/video_tutorials (in englischer Sprache).
So funktioniert die automatische Suche
Der Prozess der automatischen Netzwerksuche umfasst drei Stufen:
- Schritt 1: Ein Netzwerkabschnitt wird auf Geräte hin untersucht, die Pings einsetzen (nur bei Gruppen)
- Schritt 2: Festlegen des Gerätetyps für alle in Schritt 1 gefundenen Geräte (durch den Einsatz von SNMP, WMI und anderen Protokollen).
- Schritt 3a: Erstellen eines Sensorsatzes, welcher zu den in Schritt 2 aufgefundenen Gerätetypen passt (basierend auf Gerätevorlagen mit empfohlenen Sensoren für viele Gerätetypen).
- Schritt 3b (optional): Erstellen eines Sensorensatzes unter Verwendung von Gerätevorlagen, die vom Benutzer erstellt wurden (siehe auch: Kopieren von Geräten durch Klonen oder die Verwendung von Vorlagen).
Die automatische Netzwerksuche kann auf einer Gruppenstufe für einen IP-Adressbereich genutzt werden oder für einzelne Geräte, welche Sie manuell erstellt haben. Sie kann einmalig verwendet werden, auf Abruf über das Kontextmenü oder stündlich, täglich oder wöchentlich nach einem festen Zeitplan. Verwendet man die automatische Netzwerksuche täglich oder wöchentlich, so werden automatisch neue Sensoren erstellt, wenn neue Geräte mit dem Netzwerk verbunden wurden. Sobald neue Geräte oder Sensoren aufgespürt werden, werden neue "Aufgaben" generiert und dem Systemadministrator per E-Mail zugesandt.
Bitte beachten Sie folgende Einschränkungen bei der automatischen Netzwerksuche:
- PRTG kann keine Geräte aufspüren, die nicht auf eine Ping-Anfrage antworten, da in Schritt 1 Pings verwendet werden (falls z.B. eine Firewall Echoanfragen verhindert, können Geräte dahinter nicht aufgespürt werden).
- Sie müssen Authentisierungseinstellungen für SNMP, Windows/WMI und VMware Server bereitstellen um die volle Leistungsfähigkeit dieser Funktion abrufen zu können.
- Sollte ein Gerät über mehr als eine IP-Adresse verfügen, so taucht es möglicherweise auch mehr als einmal in den Suchergebnissen auf, obwohl PRTG versucht, dies zu erkennen.
Erstellen einer automatischen Gruppe
Um eine neue automatische Gruppe anzulegen, öffnen Sie zunächst die Geräteliste ("Geräte" im Hauptmenü) und machen Sie entweder eine Sonde oder eine Gruppe ausfindig, zu der Sie die neue Gruppe hinzufügen möchten. Führen Sie auf diesem Objekt einen Rechtsklick aus und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Autom. Gruppe hinzufügen...".
Geben Sie nun einen Gruppennamen (und evtl. Kennungen ("Tags")) ein und wählen Sie die gewünschte Option bei der "Sensorerzeugung":

Sie haben drei Möglichkeiten:
- Automatische Suche nach Geräten (Standard, empfohlen): Diese Option wird empfohlen und ist für die meisten Installationen die beste Wahl.
- Automatische Suche nach Geräten (Detail, kann viele Sensoren anlegen): Diese Option ist nur für kleine Teilbereiche des Netzwerks geeignet und wenn Sie die größtmögliche Anzahl an verfügbaren Sensoren überwachen wollen.
- Automatische Sensorerzeugung mittels ausgewählter Gerätevorlagen: Wählen Sie diese Option aus, wenn Sie keine automatische Geräteidentifizierung wünschen, sondern die Gerätevorlagen lieber manuell auswählen wollen, z.B. falls Sie diese selbst angelegt haben. Sie sehen nach Wahl dieser Option eine Liste mit Gerätevorlagen, aus der Sie eine oder mehrere auswählen können.
Geben Sie danach die IP-Basis ein (die ersten 3 Bytes des IP-Bereichs) und das erste und das letzte vierte Byte des IP-Adressbereichs. Sobald Sie auf "Fortfahren" klicken, beginnt PRTG mit der automatischen Netzwerksuche, was im Sensorbaum beobachtet werden kann (Menüpunkt "Geräte" im Hauptmenü):

Wenn Sie diese Seite etwas länger betrachten, sehen Sie in der Liste immer mehr Sensoren und Geräte. Die automatische Netzwerksuche benötigt zwischen 10 und 50 Sekunden pro IP-Adresse, abhängig von Konfiguration und Netzwerk..
Alle Sensoren, die auf diese Weise erstellt werden, beginnen unverzüglich mit der Überwachung und senden Meldungen, sobald Fehler auftreten.
Erstellen eines Geräts mit automatischer Suchfunktion
Das Erstellen von Sensoren für ein einzelnes Gerät mit Hilfe der automatischen Suche ähnelt der Vorgehensweise beim Erstellen einer automatischen Gruppe. Öffnen Sie zunächst die Geräteliste ("Geräte" im Hauptmenü) und machen Sie entweder eine Sonde oder eine Gruppe ausfindig, zu der Sie das neue Gerät hinzufügen möchten. Führen Sie auf diesem Objekt einen Rechtsklick aus und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Gerät hinzufügen...".

Geben Sie nun Name und IP-Adresse (oder DNS Namen) des Geräts ein und wählen Sie eine der Optionen für die "Sensorerzeugung" (wie oben beschrieben).
Sobald Sie "Weiter" klicken, beginnt die Überprüfung des Geräts und die passenden Sensoren für dieses Gerät werden generiert.